Dienstag, 20. August 2013

Ab heute vegan - so klappt dein Umstieg

"Ab heute vegan - so klappt dein Umstieg" - ein neues Buch, herausgegeben von Patrick Bolk.

http://www.amazon.de/Ab-heute-vegan-Umstieg-Wegweiser/dp/3955750108/ref=sr_1_fkmr0_1?s=books&ie=UTF8&qid=1377014893&sr=1-1-fkmr0&keywords=egan+so+klappt+dein+umstieg




Ich danke dem Ventil-Verlag Mainz, der mir dieses Buch mit einer Rezensionsbitte und der Veröffentlichung auf meinem Blog zugeschickt hat. 


18.11.2013 - So habe ich das Buch erlebt:
Herausgeber Patrick Bolk hat in diesem Buch die Arbeit der AutorInnen, BloggerInnen bei „Deutschland is(s)t vegan“, als Leitfaden für angehende VeganerInnen zusammen getragen.

Langjährige VeganerInnen finden hier wenig, was sie nicht schon wissen, können sich aber freuen, dass die vegane Literatur jetzt um ein Einstiegswerk reicher ist. Auch wir „erfahrenen Veganer“ sollten es alle lesen um es den Vegan-Interessierten und Neu-Veganern empfehlen zu können und natürlich auch, um die Arbeit der AutorInnen zu würdigen.

Sie haben ein kompaktes Werk geschaffen,  das ohne den erhobenen Zeigefinger auskommt und uns auf eine frische Art und Weise an eine Tier-, Umwelt-, und Menschenfreundlichen Lebensweise heran führt.

Das Buch kann in allen Lebenssituationen ein Begleiter sein, da es auf annähernd alle Fragen, die sich  uns im Laufe eines veganen Tages so stellen, Antworten geben kann.

Das 1. von 13 Kapiteln, empfängt uns, als wären wir am Anfang eines Wanderweges, der uns viele spannende und bereichernde Etappen verspricht.

Wir erfahren über Schubladendenken, müssen uns die Frage stellen und gleichzeitig beantworten lassen, „warum vegan leben“ und erhalten sogleich Tips für weitere vegane Literatur und Filme zur Vertiefung unserer Informationen.

Überhaupt ist das Buch voll mit Internet-Links, die uns zeigen, dass die im Buch abgehandelten Themen damit durchaus noch nicht erschöpft sind – am Besten hat man viel Zeit und unbedingt ein Laptop in Reichweiter wenn man anfängt, in dem Buch zu lesen.

Einige Kapitel werden aufgelockert durch Inteviews, z. B. mit Andreas Grabolle (Autor von „Kein Fleisch mit glücklich“), Sebastian Zösch (stellv. Vebu-Vorsitzender), Jéromê Eckmeier (Rock’n’Roll Vegankoch) u. A. Die veröffentlichten Gespräche mit diesen Menschen zeigen anschaulich was alles möglich ist, was dem Buch einen sympathischen und persönlichen Touch verleiht.

Eine Doppelseite ist den Nährstoffen gewidmet, in der Folge wird auf die gesundheitlichen Vorteile einer rein pflanzlichen Ernährung eingegangen. Darauf folgt eine Auflistung von Kochbüchern, die sich für Vegan-Einsteiger am besten eignen und es gibt umfangreiche, bebilderte Seiten, die sehr ausführlich alle Alternativen für Fleisch und Milchprodukte darstellt. Auch Informationen über Bezugsquellen für vegane Nahrungsmittel fehlen hier nicht.

Ein Kapitel ist dem manchmal etwas anstrengenden Leben der Veganer „auswärts“ gewidmet.  Es zeigt auf, wo man bei der Verköstigung unterwegs in Fallen tappen kann und wie man es der Gastronomie selbst leichter macht, auf vegan-Wünsche einzugehen.

Und es geht nicht nur um Ernährung, obwohl es sowohl im Leben als auch in diesem Buch den größten Raum einnimmt. Das 9. Kapitel beschäftigt sich ausführlich mit veganer Kosmetik, den Siegeln und gibt mit vielen Links Tips für weiter informierende Webseiten.

Ausgeweitet wird das Thema im Folgenden durch das Kapitel Kleidung, Schuhe und Accessoires und gibt hier wertvolle Tips, was beim Kauf von Textilien & Co. alles beachtet werden sollte.

Gegen Ende hin müssen wir uns als Neu-Veganer in Gedanken mit Familie, Freunden und Kollegen auseinander setzen, denn in unserem Umfeld wird unsere Entscheidung zum Veganismus nicht unbemerkt bleiben. Wir erfahren, dass der erhobene Zeigefinger nichts bringt „Wer missioniert, verliert“ – diese Aussage gibt durchgehend den gesamten Charakter des Buches wieder.

Zum Schluss kommen noch ganz verschiedene Veganer „wie du und ich“ zu Wort, befragt zu Motivation, Essverhalten und allgemeiner Lebensweise – zumindest jeder Veganer könnte ihre Erzählungen fast genau so wiedergeben, die Geschichte wiederholt sich. Aber für noch-nicht-Veganer ist es sicher interessant, über die anfänglichen Schwierigkeiten der Anderen zu lesen und zu erfahren, dass jeder der Interviewten diese letztendlich gemeistert hat.

Das Buch endet mit ein paar veganen Rezepten und der Vorstellung der AutorInnen mit Foto. Ich hätte es noch schön gefunden, bei den einzelnen Kapiteln Hinweise zu finden, wer von AutorInnen was in dem Buch geschrieben und wer die Interviews im Einzelnen geführt hat.

Etwas sperrig habe ich das „Vegane ABC“ gefunden – offensichtlich erzählt hier jemand über sich, denn die Seiten sind in der „Ich“-Form gehalten. Wer, oder ob bei jedem Buchstaben jemand anderes, hat sich mir dabei nicht erschlossen.

Fazit: Das Buch behandelt nahezu alle veganen Themen, auf seinen 137 Seiten kann es jede vegane Frage allerdings leider nur kurz umreißen. Deshalb (zum Glück) viele Verweise, Links und Buch-, bzw. Film-Empfehlungen.
Leider wird der Leser allein gelassen mit Aussagen wie "Sojajoghurt kann man übrigens auch selbst herstellen" - ohne Rezept oder einen Hinweis, wo eine Arbeitsanleitung dafür zu finden ist. 

Vegan-Einsteigern werden die Augen flirren und die Ohren klingen, wenn sie das Buch durchgeackert haben, sie könnten nach der kompakten Lektür etwas überfordert sein.
Ihnen sei der Tip mit auf den Weg gegeben, sich einer Interessensgemeinschaft, wie den veganen Gruppen und Stammtischen, die es in vielen Städten gibt, anzuschließen,
Wie und wo man diese findet, erfährt man aufschlussreich bei den zahlreichen Vegan-Gruppen auf facebook. 

Von mir als Veganerin bekommt das Buch vier von fünf Sternen. Als noch-nicht-Veganerin würde ich aber nur 3 Sterne geben, zu vieles bleibt, trotz vieler Links, im Unklaren.


Als nächstes habe ich mir das Buch "The lotus and the artichoke" vorzunehmen, das Kochbuch des Weltreisenden Justin P. Moore............dauert noch etwas...... :-)


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen